Bargemer_Wappen

Portrait der Gemeinde Bargen

Paar Hüser, paar Gärte, chli Wald und chli Land es chlises Dorf am Rand...

So besang Dieter Wiesmann, der Neuhauser Chansonnier, im Bargemer-Lied anlässlich der 1100-Jahr-Feier im Jahr 1984 die nördlichste Gemeinde der Schweiz.

Bei einer Fläche von 827 ha zählt die Randengemeinde, welche rund 10 km nördlich von Schaffhausen an der Strecke Schaffhausen-Stuttgart liegt, rund 250 Einwohner. Durch den Bau der Autostrasse A4 Mitte der 60er Jahre wurde das Dorf zweigeteilt. Im westlichen Dorfteil befindet sich der alte Dorfkern mit den zwei Gasthöfen, im östlichen Teil sind insbesondere drei - auf die Touristen ausgerichtete - Tankstellen-Shops angegliedert. Auch wenn die A4 das Dorf „gespalten“ hat, sind etliche Bargemer vom Verkehr abhängig. Seien es die Grenzwacht- und Zollbeamten, die Speditionen oder aber auch eben die vorerwähnten Läden.

Zur Zeit werden noch acht Landwirtschaftsbetriebe in unserer Gemeinde bewirtschaftet. Ein Grossteil der Bevölkerung findet ihren Erwerb in der nahen Umgebung, insbesondere auch in Schaffhausen.

Naturschutz wird in Bargen gross geschrieben. Weitherum bekannt ist das Naturschutzgebiet „Tannbüehl“, das in jedem Frühjahr unzählige Wanderer anzieht, welche die Pracht der über 20 Orchideen-Arten (z.B. Purpurorchis, Fliegen- und Bienenragwurz, Frauenschuh, etc.) geniessen wollen. Fast das gesamte Gemeindegebiet liegt in der Randenschutzzone.

Zu beachten ist sicher auch die neu erstellte Wurzelraumkläranlage, welche dem Gedanken von Ökologie und Umweltschutz Rechnung trägt und zukunftsweisenden Charakter hat.

Häufig wird Bargen noch als zu abgeschieden eingestuft; obwohl Schaffhausen mit dem Auto in 10 Minuten erreicht werden kann und als grossen Vorteil ein wunderbares Erholungsgebiet direkt vor der Haustüre bieten kann. In Bargen sei es „immer en Tschoope chälter als i de Stadt“ heisst es, dafür geniessen wir im Herbst immer wieder Sonnentage, wenn die Städter nur Nebel sehen können.

Ein gesundes Bevölkerungswachstum wäre der Gemeinde zu wünschen; die Bevölkerungsstruktur zeigt, dass Bargen etwas überaltert ist. Die Schüler sämtlicher Stufen besuchen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln den Unterricht im benachbarten Merishausen.

Wie singt doch Dieter Wiesmann:

...me blibt vorderhand, es chlises Dorf am Rand...